Urlaub in Griechenland: Solidarität trifft auf Skepsis

Strand

Schwere Zeiten auch für Tunesien

Die aktuelle Berichterstattung über Griechenlands Stand in Europa lässt die Deutschen nicht unberührt. Das zeigt eine repräsentative Umfrage der Experten für Reiseangebote von Travelzoo unter mehr als 2.000 Bewohnern Deutschlands. Und auch Unruhen in touristisch relevanten Regionen bleiben nicht ohne Folgen. Ein Großteil der Menschen möchte seine Ferien ausschließlich in Ländern verbringen, die als absolut sicher gelten.

Euro-Sorgenkind Griechenland

Die Berichte über die Euro-Problematik aus Griechenland ziehen ihre Kreise. „Mehr als ein Drittel der Deutschen fühlt mit der griechischen Bevölkerung“, so Christina Bathmann, Sprecherin von Travelzoo Deutschland. „Sie können sich gerade jetzt aus Solidarität mit den Menschen vor Ort einen baldigen Griechenland-Urlaub vorstellen.“ Allerdings befürchtet etwa jeder Zweite, momentan kein gerne gesehener Gast zu sein. Da überrascht es nicht, dass eine Reise nach Griechenland trotz der vielerorts berichteten positiven Buchungslage gegenwärtig für rund die Hälfte der Deutschen an Attraktivität verloren hat.

Tunesien: Sorgen überwiegen

Die Unruhen und Anschläge in Ferienregionen haben ihre Folgen für den Tourismus: 62 Prozent der Deutschen würden zum Beispiel einen bereits geplanten Tunesien-Urlaub zurzeit nicht antreten wollen. Ein Viertel der Befragten ist anderer Meinung und würde sich keine Sorgen machen. Darüber hinaus geben mehr als drei Viertel an, ausschließlich Urlaubsziele ins Auge zu fassen, bei denen sie keinerlei Unruhen erwarten. Auch der Preis ist kein Motivator – nur 17 Prozent würden bei einem sehr guten Angebot eine Ausnahme machen und eine eventuell unruhige Destination ansteuern. Und für mehr als drei Viertel der Deutschen sind auch Ferienanlagen kein Garant für einen sicheren Urlaub. Lediglich 13 Prozent würden sich in den Hotelanlagen unruhiger Länder geschützt fühlen. Hier zeigen sich die Nachwirkungen des Anschlags in Tunesien.

Erwartungen an Reiseveranstalter

„Im Krisenfall wünschen sich 84 Prozent der Umfrageteilnehmer eine sofortige Risikoeinschätzung ihres Reiseveranstalters“, so Bathmann weiter. „Und sollten sie ihren Urlaub noch nicht angetreten sein, erwarten ebenso viele Menschen das Angebot kostenloser Stornierungs- oder Umbuchungsmöglichkeiten. Bereits am Urlaubsort anwesend, ist für 85 Prozent ein schneller Rückflug ohne Aufpreis obligatorisch.“

Zur Methodik: Travelzoo befragte im Juli 2015 repräsentativ über Insa Consulere 2.166 Bewohner Deutschlands.

Quelle: Travelzoo

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