Radeln auf Weinpfaden – Tag 2: Nebenroute Stromberg, Württemberger Weinradweg

Kraichgau-Stromberg Radfahren

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Am zweiten Tag unserer Radreise im Norden von Baden-Württemberg auf der Nebenroute Stromberg, Württemberger Weinradweg, erwartet uns ein Weinerlebnis besonderer Art. Doch zunächst verabschieden wir uns von unserer außergewöhnlich mittelalterlich – modernen Unterkunft und radeln von Besigheim an der Enz entlang nach Bietigheim. Ein kurzer Abstecher in die Stadt lohnt sich, aber wie so oft – zu wenig Zeit für eine längere Besichtigung. 

Kraichgau-Stromberg_Tag2-1In Bissingen unterqueren wir den Enzviadukt, eine Eisenbahnbrücke über das Enztal, die von 1851 bis 1853 erbaut wurde. Ein beeindruckendes Bauwerk – und gerade fährt auch ein Zug darüber hinweg, als wollte man uns auch dieses zeigen. Der Enztal-Radweg ist Teil der Nebenroute Stromberg auf dem Württemberger Weinradweg. Er ist flach und leicht zu fahren. Wir kommen an der Rommelmühle vorbei. Die umgebaute Getreidemühle ist heute Einkaufszentrum für ökologische Produkte, Arbeitsstätte und Lebensraum für viele Menschen. Dort beginnen auch die sogenannten Flösserwege. Diese kann man entweder zu Fuß oder per Rad erkunden – ein interessantes Erlebnis, die Landschaft unterhalb der Weinberge zu erleben. Durch das grüne Enztal kommen wir an schönen Fachwerkortschaften vorbei. Wir durchqueren die Orte Oberriexingen, Enzweihingen und dann Vaihingen an der Enz. Hoch oben begrüßt uns Schloss Kaltenstein. Da wir eine Verabredung haben und pünktlich sein wollen, ersparen wir uns den Besuch und den Anstieg, um das Schloss zu erkunden. Bisher sind wir rund 33 km unterwegs. Vaihingen ist auch bekannt für seine schönen, restaurierten Fachwerkgebäude im Zentrum der Altstadt.

Nach ein paar Kilometern auf einem Radweg, der leider entlang der Straße verläuft und vorbei an einem Steinbruch, erreichen wir den Weinort Rosswag. Schon der Blick auf den Ortseingang und die Weinberghänge steigert unsere Erwartung auf das Kommende!

Weinerlebnisführung in den Weinbergen des Lembergerlandes

An der Genossenschaftskellerei Rosswag – Mühlhausen eG erwartet uns Christian Kaiser, ein Weinsommelier, der uns zur Weinerlebnisführung begrüßt. Kraichgau-Stromberg_Tag2-3Es geht mit dem Fahrrad in den Weinberg hinein. Die letzten Meter legen wir ausnahmsweise zu Fuß zurück. Dort oben im Weinberg öffnet sich der Blick auf ein Wengerthäuschen, vor dem ein mit Weingläsern gedeckter runder Tisch mit Sitzbänken steht. Der Blick von hier oben auf die Weinberge und den Ort Rosswag ist überwältigend. Nachdem wir die wichtigsten Gebäude des Ortes wie die alte und vor allem die neue Kelter von oben zuordnen können, erläutert unser Gastgeber uns wichtiges über den Wein im Kraichgau-Stromberg, Weinbergbau, Trockenmauern, Reben, Rebstöcke und vor allem die neue Bezeichnung dieser Weinbaugegend – das Lembergerland.

Ganz anders, wie sonst gewohnt, werden wir an die Weine herangeführt. Das Erlebnis und der Genuss für unsere Sinne steht im Vordergrund. Mit ein paar Versuchen lassen wir uns von der Vielfalt unserer Sinne überzeugen: Riechen – Schmecken – Sehen. Ob Lemberger 401, Muskat-Trollinger Rose oder der Riesling Kabinett trocken, wir haben bei jedem Wein ein besonderes Erleben. Für den Sommer ist die neue Linie ROSS Black Beauty, ein fruchtiger Cuvée aus Trollinger und Dornfelder, gekühlt ein wahrer Genuss und unserer Ansicht nach auch sehr empfehlenswert.

Die Vision und das Bekenntnis der Genossenschaftskellerei Rosswag – Mühlhausen eG „Wein / Genuss / Landschaft“ wird uns bei der Weinerlebnisführung in eindrucksvoller Art und Weise dargestellt. Nach der Führung begleitet uns Christian Kaiser noch auf dem Rad an der Enz entlang durch das Naturschutzgebiet und die Felsengärten bis Mühlhausen an der Enz. Dort verabschieden wir uns und bedanken uns für ein in jeder Hinsicht außergewöhnliches Weinerlebnis.

Kraichgau-Stromberg_Tag2-4Nach nun 48 km fahren wir nach Mühlacker in Richtung Norden und weiter zum Ortsteil Lienzingen. Dort angekommen empfängt uns wieder ein wunderschöner Ort mit Fachwerkbauten und einer nur noch selten zu sehenden Burgkirche. Der Begriff Fachwerkromantik wird hier erlebbar.

Im Hotel Restaurant Zum Nachtwächter steht unser nächstes Quartier bereit. In einem über 500 Jahre alten Fachwerkhaus finden wir unser Zimmer für die Nacht. Das Haus ist schön hergerichtet, das moderne Bad zeigt den Kontrast zwischen gestern und heute. Hier kann man sich wohlfühlen nach einem erlebnisreichen und anstrengenden Tag auf dem Rad! Doch auch heute gönnen wir uns nach über 63 km, die gut und problemlos zu fahren waren, den geliebten Zwiebelrostbraten mit Spätzle. Zum Tagesabschluss darf heute ein Lemberger natürlich nicht fehlen.

Der dritte und letzte Tag Radeln im Kraichgau-Stromberg wird uns zum UNESCO Weltkulturerbe in Maulbronn führen, wir genießen eine weitere Weinerlebnisführung und kehren in einem für die Gegend typischen Besen ein.

Weiter geht’s hier: Tag 3: UNESCO Weltkulturerbe Kloster Maulbronn
Und das war Tag 1: Nebenroute Kirbachtal

Übrigens, weitere Rad-Infos gibt es auf www.rad-blogger.de!

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2 Antworten

  1. Manu sagt:

    Das Weinerlebnis in Rosswag war ein wirklich tolles event, das ich nur weiter empfehlen kann. So intensiv eine schöne Landschaft und seine Natur zu „erfahren“ ist etwas ganz besonderes.

  2. Adolf sagt:

    Die Berichterstattung hat uns sehr gut gefallen und wir kommen sicher zum nächsten Weinfest nach Besigheim und werden uns auf dem blog wieder melden.
    Viele Grüße auch an alle Radler dieser Welt.

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